Die Schönheit der Plauener Spitze und die hervorragende Qualität, verbunden mit einer fachgerechten Verarbeitung überzeugt. Ich möchte Ihnen, auf diesen Seiten einen kleinen Überblick geben.
Plauener Spitze
Die Plauener Spitzen- und Stickerei- Industrie machte das Vogtland und die Stadt Plauen durch ihre Erzeugnisse weltberühmt.
Plauen war schon im 15. und 16. Jahrhundert Zentrum des Textilhandwerks. Schon um 1780 kommt sog. Ausnäharbeit oder Tambourstickerei als Gewerbe ins Vogtland. Feinste ostindische Tücher werden importiert nach Plauen und hier bestickt.
1810 wird die Handwerkskunst der Plattstichstickerei immer populärer.Nur zwanzig Jahre später 1828 verdienen sich mit der Handstickerei mehr als 2000 Menschen ihr täglich Brot in Plauen und Umgebung. Somit wird die Stickerei zu einer neuen Haupterwerbsquelle im Vogtland.
Aufgrund immer höherer Nachfrage nach bestickten Musselinen und Batisten beginnen 1836 in Plauen erste Versuche mit Handstickmaschinen.
Erst 1858 nimmt die Firma Schnorr und Steinhäuser aus Plauen zwei funktionstüchtige Handstickmaschinen in Betrieb. Die Epoche einer neuen Industrie, nämlich der Maschinenstickerei, für Plauen und das Vogtland ist damit eingeleitet und gleichzeitig der Beginn der industriellen Revolution für die Plauener Stickerei- und Weißwarenindustrie. In den nächsten Jahren entwickelt sich Plauen zum Zentrum der deutschen Spitzen- und Stickereiindustrie. Als im Jahr 1881 dem Stickereifabrikant Theodor Bickel die Herstellung maschinengestickter Tüllspitze als Weltneuheit gelingt, wird Plauen und das Vogtland auf den internationalen Märkten als selbstständiges Stickereizentrum bekannt.
Bereits 1900 erhielt die Plauener Spitze den Grand Prix der Weltausstellung in Paris. Bis zum Höhepunkt der Blütezeit der Plauener Spitze um 1912 existieren in Plauen und Umgebung ca. 16.000 Stickmaschinen. Doch schon 1Jahr später stehen ca. 40% der Maschinen still und Plauen hat infolge dessen 1923 die höchste Arbeitslosenquote aller deutschen Großstädte. Zum Ende des zweiten Weltkrieges ist Plauen samt vieler Stickerei- und Musterkollektionen zu 80% zerstört. Doch die Vogtländer schafften es innerhalb kurzer Zeit aus privaten Industrie- und Handwerksbetrieben auf den internationalen Märkten wieder Fuß zu fassen. 1953 wird der volkseigene Betrieb „VEB Plauener Spitze“ gegründet und kurze Zeit später werden einige Handwerksbetriebe der Textil- und Stickereibranche zu sogenannten Produktionsgenossenschaften des Handwerks zusammengefasst. Die übrig gebliebenen privaten Handwerksbetriebe werden 1972 unter staatlichem Zwang den PGHs angegliedert. Zur Zeit der Wiedervereinigung Deutschlands produzieren immerhin 1400 Stickmaschinen verschiedene Spitzen und Stickereien im VEB Kombinat Deko Plauen, welche auf dem Weltmarkt sehr beliebt sind und in über 40 Länder der Erde exportiert werden. Immerhin wurde die Plauener Spitze mit 33 Goldmedaillen der Leipziger Messe über einen Zeitraum von 25 Jahren ausgezeichnet. 1990 beginnt die erneute Umwandlung und Privatisierung. Bis zur heutigen Zeit produzieren etwa 40 Unternehmen aus dem Vogtland, überwiegend in Form von Familienbetrieben weiterhin die weltweit gefragten kunsthandwerklichen Produkte aus Plauener Spitze. Künstlerisches Gestaltungsvermögen und handwerkliches Geschick garantieren für diesen Erfolg.
„Plauener Spitze“ ist heute ein Begriff für exklusive Raumtextilien, exquisite Mode und edle Accessoires der Textilbranche. Dabei hat sich die Premium Marke zum Garant für höchste Qualität aller regionalen Stickereierzeugnisse der Mitglieder des "Branchenverbandes Plauener Spitzen und Stickereien e.V." entwickelt, daher ist der Name "Plauener Spitze" auch weltweit geschützt.